Adventskalender Tag 12


Advent, du Zeit der Sehnsucht

Advent, du Zeit der Sehnsucht nach einer heilen Welt,

nach Ruhe und nach einer Stille, die erträglich hält,

nach der Richtigkeit von dem, was in meinem Leben ist,

nach einem Grund im Leben, dann, wenn alles nicht mehr ist.

 

Wir spüren noch den Glanz unsrer alten Kinderaugen.

Wir suchen ihn im Kerzenschein, von Spiegeln, die kaum taugen.

Und wir ahnen noch die Reinheit verklärter Kinderzeit,

als Sehnsucht noch erfüllbar schien, nicht nur Vergangenheit.

 

Vom Leben längst ernüchtert, enttäuscht, gebranntes Kind,

zu oft bereits gefallen und erlebt wie Menschen sind.

Und so trauen wir nicht mehr unsrer Sehnsucht dünnem Eis.

Die Nebel der Erinnerung entschwinden uns ganz leis.

 

Und dann hörn wir von Ferne ein alt bekanntes Lied,

vom Reis aus totem Holz und dass die Wüste wieder blüht.

Und das dürre Flämmchen lebt und es haucht ihm Hoffnung zu,

dass im Advent die Sehnsucht lohnt, denn Gott kommt auf uns zu.

 

Text: Andreas Glatz / WORTKLANG

Beitrag von Christiane und Johannes Weber