5. SÄULE: Wir wollen den Bedürftigen helfen!


© Jo.Sephine/photocase.com
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Die Mission, die Jesus Christus seiner Gemeinde aufgetragen hat, beinhaltet einen doppelten Auftrag: Die Verkündigung des Evangeliums und die praktische Tat der Liebe! Was Gott uns an Gaben, Kraft und Möglichkeiten anvertraut, das gibt er uns, damit wir es in seinem Sinn verwalten und Menschen helfen, die in Not geraten sind. Wir haben, um zu geben. An unserem diakonischen Handeln soll sichtbar werden, wie barmherzig Gott ist.


1. Zu den Bedürftigen zählt jeder von uns irgendwann einmal. Wir brauchen einander. Hilfe beginnt dort, wo sich Herzen und Häuser öffnen, um einander Gastfreundschaft, herzliche Zuwendung und Schutz zu gewähren und Leben miteinander zu teilen. In einer Welt zunehmender Beziehungslosigkeit wollen wir als Gemeinde dazu beitragen, dass Menschen persönliche Kontakte finden und „Familie“ erleben können, indem wir Beziehungen fördern zwischen unterschiedlichen Generationen und unterschiedlichen sozialen und familiären und kulturellen Umständen.

 

2. Als Gemeinde wollen wir die Liebe Gottes, die besonders den Benachteiligten und Leidenden gilt, ausstrahlen und weitergeben. Darum gilt es, viele Einzelne und die Gemeinde insgesamt zu missionarisch-diakonischem Handeln zu ermutigen und konkret anzuleiten.

 

3. Es gilt Projekte zu initiieren, Zielgruppen zu erkennen, Arbeitskreise zu fördern und bestehende Projekte zu begleiten und weiterzuentwickeln.

 

4. Bei der möglicherweise notwendigen Entwicklung von eigenständigen Organsiationsstrukturen für diakonische Projekte soll ein Weg gefunden werden, der eine Verknüpfung mit der übrigen Gemeindearbeit ermöglicht, ohne effektives Arbeiten auf einer der Seiten zu behindern.

 

5. Es gilt zu prüfen, inwieweit externe diakonische Projekte zu unterstützen sind.


Einige ausgewählte Texte zum biblischen Hintergrund – Bedürftigen helfen

Matthäus 10, 42
»Und wenn jemand einem dieser Geringen nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn gewiss nicht verlieren.«


Matthäus 25, 40+45
»Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.« »Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan.«


Lukas 3, 11
»Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Unterkleider hat, gebe dem ab, der keins hat; und wer Speise hat, tue ebenso!«


Lukas 4, 16-21
»Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war; und er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben war: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn.“ Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er fing aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt.«


Römer 12, 9-15
»Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten! In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend; im Fleiß nicht säumig, brennend im Geist; dem Herrn dienend. In Hoffnung freut euch; in Bedrängnis harrt aus; im Gebet haltet an; an den Bedürfnissen der Heiligen nehmt teil; nach Gastfreundschaft trachtet! Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht! Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden!«


2. Korinther 8, 14
»In der jetzigen Zeit diene euer Überfluss dem Mangel jener, damit auch der Überfluss jener für euren Mangel diene, damit Gleichheit entstehe;«


Jakobus 2, 14-17
»Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester dürftig gekleidet ist und der täglichen Nahrung entbehrt, aber jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht das für den Leib Notwendige, was nützt es? So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.«


Hebräer 13, 1-3 +16
»Die Bruderliebe bleibe! Die Gastfreundschaft vergesst nicht! Denn dadurch haben einige, ohne es zu wissen, Engel beherbergt. Gedenkt der Gefangenen als Mitgefangene; derer, die geplagt werden, als solche, die auch selbst im Leib sind!«
» Das Wohltun und Mitteilen aber vergesst nicht! Denn an solchen Opfern hat Gott Wohlgefallen.«