4. SÄULE: Wir wollen Einander fördern!


© joexx/photocase.com
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Wir wollen, dass jeder, der in unserer Gemeinde sein geistliches Zuhause hat, auf Christus hin wachsen und – seinen Gaben und Möglichkeiten und seinem geistlichen Stand entsprechend – eine Aufgabe finden kann. Grundlage unserer Gemeinschaft soll ein Miteinander im Geben und Nehmen sein.

 

1. Damit jeder Einzelne im Lebensraum der Gemeinde geistlich wachsen kann, ist es nötig, dass es ein breites Angebot an Begegnungsmöglichkeiten gibt. Neben den zentralen Veranstaltungen sind vor allem die alters- und geschlechtsspezifischen Kleingruppen, die Dienstgruppen und die Hauskreise gute Möglichkeiten, um über die Bibel und das persönliche geistliche Leben mit anderen ins Gespräch zu kommen und dabei Seelsorge, Ermutigung, Korrektur, Begleitung und Fürbitte zu erfahren. Jeder soll sich mit seinen Erfahrungen, Erkenntnissen und Fragen in das Gemeindeleben einbringen können.

 

2. Darüber hinaus sollen durch geschulte und beauftragte Mitarbeiter der Gemeinde Besuchsdienste, Intensivseelsorge, Gebet, Beratung und Begleitung angeboten werden.

 

3. Jedem Gemeindeglied soll geholfen werden, seinen Platz in der Mitarbeit zu finden, die eigenen Gaben und Möglichkeiten zu entdecken und zu entfalten und dabei als Persönlichkeit zu reifen. Wir wollen dafür sorgen, dass Mitarbeiter als Einzelne und im Team vor allem durch die Ältesten und andere Beauftragte seelsorgerliche Begleitung, Ermutigung, Fürsorge und Schulung erfahren. Mitarbeiter sollen u. a. dazu befähigt werden, Leitungsverantwortung zu teilen und auch wieder abzugeben und Abhängigkeiten von ihrer Person zu vermeiden.

 

4. Gästen und Freunden der Gemeinde soll die Möglichkeit gegeben werden, sich ihrem geistlichen Stand und dem Stand ihrer Beziehung zur Gemeinde entsprechend miteinzubringen.

 

5. Wir wollen uns durch externe Schulungsangebote und den Dienst auswärtiger Referenten ergänzen und herausfordern lassen.


Einige ausgewählte Texte zum biblischen Hintergrund – Einander fördern

Johannes 13, 34+35
»Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.«


Galater 6, 1-6
»Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht, dass nicht auch du versucht wirst! Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen. Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, während er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst. Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er nur im Blick auf sich selbst Ruhm haben und nicht im Blick auf den anderen; denn jeder wird seine eigene Bürde tragen. Wer im Wort unterwiesen wird, gebe aber dem Unterweisenden an allen Gütern Anteil!«


Philipper 2, 1-6
»Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen, so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst; ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen! Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.«


1. Thessalonicher 5, 12-22
»Wir bitten euch aber, Brüder, dass ihr die anerkennt, die unter euch arbeiten und euch vorstehen im Herrn und euch zurechtweisen, und dass ihr sie ganz besonders in Liebe achtet um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander! Wir ermahnen euch aber, Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen alle! Seht zu, dass niemand einem anderen Böses mit Bösem vergelte, sondern strebt allezeit dem Guten nach gegeneinander und gegen alle! Freut euch allezeit! Betet unablässig! Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. Den Geist löscht nicht aus! Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest! Von aller Art des Bösen haltet euch fern!«


1. Petrus 4, 7-11
»Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet! Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe! Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden. Seid gastfrei gegeneinander ohne Murren! Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes! Wenn jemand redet, so rede er es als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.«


1. Petrus 5, 1-9
»Die Ältesten unter euch nun ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden des Christus und auch Teilhaber der Herrlichkeit, die offenbart werden soll: Hütet die Herde Gottes, die bei euch ist, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, Gott gemäß, auch nicht aus schändlicher Gewinnsucht, sondern bereitwillig, nicht als die, die über ihren Bereich herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde werdet! Und wenn der Oberhirte offenbar geworden ist, so werdet ihr den unverwelklichen Siegeskranz der Herrlichkeit empfangen. Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter! Alle aber umkleidet euch mit Demut im Umgang miteinander! Denn „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade“. Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch. Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen!«


Jakobus 5, 13-16
»Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.«