Chronik der Rostocker Baptisten


1906 Erste baptistische Taufen durch Pastor Schneider aus Neuruppin. Schwerin und Rostock sind Stationen der Gemeinde Hamburg - Altona.


14. Jan. 1912 Einweihung des ersten Versammlungsraumes in der Lagerstraße 8. Sonntagsschule und Frauendienst beginnen mit ihrer Arbeit. Bis 1924 ist die Gemeinde ständig auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Sechs Mal wird in dieser Zeit der Raum gewechselt.


1914 Pastor Ide betreut das Gemeindegebiet.


1916 Durch die Auswirkungen des I. Weltkrieges ist es nicht mehr möglich, Pastor Ide zu finanzieren.  

 
25. Jan. 1920 Die Gemeinde Schwerin, umfassend die Städte Schwerin, Rostock, Ludwigslust und Malchin, wird als erste Gemeinde in Mecklenburg selbstständig. Pastor Schulz betreut den Nordkreis (Rostock - Malchin), Pastor Fehlhaber den Südkreis (Schwerin - Ludwigslust).


14. Nov. 1920 Mecklenburger Jugendtag in Rostock, gleichzeitig wird ein Jugendverein gegründet.


13. März 1921 Rostock - Stralsund werden selbstständige Gemeinde. 40 Mitglieder in Rostock, 37 Mitglieder in Stralsund.


1923 Der Chor beginnt seine Arbeit. »Gesangspfleger« werden eingesetzt.


1924 Die Gemeinde zieht in die Trägerstraße 6. Hier findet die Gemeinde bis 1942 ein Zuhause.


25. Apr. 1924 Pastor Schulz bittet aus gesundheitlichen Gründen, aus dem Predigeramt entlassen zu werden.


1926 Die Gemeinde Stralsund wird selbstständig.


1928 Mitgliederzahl 48


8. Aug. 1929 Pastor Walter Schmidt, vom Hamburger Seminar kommend, beginnt seinen Dienst als Pastor in Rostock.


1930 Der erste Gemeindebrief erscheint.


30. Nov. 1936 Pastor Walter Schmidt folgt einem Ruf der Gemeinde Osterode / Ostpreußen. Die Gemeinde hat 168 Mitglieder.


1936 Die Gemeinde hat 6 Sonntagsschulgruppen mit insgesamt 110 Kindern.


Mai 1937 Ernst Wisstorf ist Pastor der Gemeinde bis August 1938.


Sommer 1938 Ein Missionswagen der Volksmission steht in Rostock - Dierkow. Missionar ist Otto Jarchow.    


Okt. 1938 Pastor Jarchow ist Pastor der Rostocker Gemeinde bis März 1941. Er wird zum Teil vom Bund bezahlt.


Juli 1941 Schwester Anneliese wird als Gemeindeschwester eingestellt.


25. April 1942 In der Nacht vom 25. zum 26. April wird der Gemeindesaal in der Trägerstraße bei schweren Bombenangriffen völlig zerstört. Die Gemeinde trifft sich jetzt bei Mitgliedern und im Konfirmandensaal der Heilig-Geist-Kirche.     

   
Sept. 1943 Paul Schröder sen., Gemeindeleiter der Gemeinde, wird zur Wehrmacht eingezogen. Er fällt am 24. 09. 44 bei Saloniki (Griechenland).


April 1945 Pastor Falkenberg, vorher in Ostpreußen, wird Pastor der Gemeinde. Er sammelt die zerstreut wohnenden Mitglieder. Man trifft sich erstmals in der Hermannstr. 15, dem jetzigen Gemeindezentrum.


1. Sept. 1946 Die erste Taufe nach dem Krieg findet am Oldendorfer Warnowufer statt. Die folgenden Taufen sind in der Ostsee zwischen Warnemünde und Markgrafenheide.


1946 In jedem Jahr werden im Sommer Jugendrüsten durchgeführt, zu denen auch die Jugend der umliegenden Gemeinden eingeladen wird. Man trifft sich im Erholungsheim »Tabea« oder in großen Zelten in Binz auf Rügen.


1945 - 1950 Durch den Zuzug von Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten steigt die Mitgliederzahl von 173 im Jahr 1945 auf 370 im Jahr 1947. Die meisten wandern nach Westdeutschland ab.  

 
1948 Pastor Falkenberg beendet seinen Dienst als Pastor der Gemeinde.


9. Mai 1948 Die Gemeinde Malchin, bisher Zweiggemeinde von Rostock, wird mit 111 Mitgliedern selbstständig.


13. Mai 1950 Entgegen dem Trend kommt Pastor Friedrich Petersen vom Westen in den Osten und wird als Pastor eingeführt.


1953 Nachdem durch den sozialistischen Staat die Taufen in der Ostsee verboten worden sind, stellt die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten ihr Gemeindehaus mit Taufbecken zur Verfügung. Diese Möglichkeit wird bis 1967 genutzt.


10. Juli 1960 Pastor Petersen beendet seinen Dienst und geht nach Luckenwalde.


1960 Nachfolger im Pastorendienst wird Pastor Günter Ussat aus Gera.


1964 Corrie ten Boom spricht in der Heilig-Geist-Kirche.


1965-1974 Die Stationen Bützow (Wismar) und Güstrow (Rostock) bilden zusammen eine Neuland - Gemeinde. Pastor wird dort Wolfgang Günther, der gerade seine Ausbildung im Seminar Buckow beendet hat.


1968 Die Gemeinde erhält von der Hausbesitzerin Fr. Rubin die Erlaubnis, die Gemeinderäume umzubauen und gründlich zu renovieren. Bei dieser Gelegenheit wird ein Taufbecken eingebaut. Pastor Ussat mit seiner Frau und 13 weitere Geschwister verlassen die Gemeinde.


1969 Horst Wilde, vorher Gemeindepastor in Frankfurt/Oder kommt nach Rostock.


1970 Die Gemeinde kann Grundstück und Haus Hermannstr. 15 kaufen. Der Kaufpreis beträgt 50 000,- Mark der DDR.


1971 Im eigenen Haus feiert die Gemeinde das 50jährige Jubiläum.


1974 Die Gemeinde Bützow-Güstrow schließt sich der Gemeinde Rostock an, da sie keinen Pastor mehr hat. Pastor Günther war nach Stralsund berufen worden.


1979 Theo Lehmann, Jörg Swoboda und Wolfgang Bachmann evangelisieren in der Heilig-Geist-Kirche. Die Jugendgruppe der Gemeinde ist dabei.


1981 Franz Gustmann, für viele einfach »Onkel Franz«, gibt das Amt des Gemeindeleiters in jüngere Hände. Seit März 1963 leitete er die Gemeinde. Sein Nachfolger wird Klaus Schröder.


1983 Pastor Horst Wilde geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Wolfgang Günther, der von Stralsund nach Rostock kommt.


21. Feb. 1989 Letzte Taufe im alten Gemeindesaal.


22. Feb. 1989 Baubeginn für den Anbau des neuen Gemeindesaals. Einweihung am 25. März 1990.


Herbst 1989 Montagsdemonstrationen finden auch in Rostock statt, hier allerdings am Donnerstag. Die Bibelstunde wird für einige Zeit auf Mittwoch verlegt.


1. April 1990 Erste Taufe im neuen Gemeindesaal. Während der Bauzeit taufte die Gemeinde wieder bei den Adventisten.


Okt. 1990 Im Klubhaus der Neptun-Werft wird das Musical »Jona« aufgeführt. Während im Theater der Stadt »Aida« mit mehr Menschen auf der Bühne als im Zuschauerraum gegeben wird, kommen zu »Jona« über 600 Zuschauer.


Juni 1992 Zum ersten mal nach dem Krieg steht ein Zelt der "Heimatmission" in unserer Stadt. Es steht auf einer freien Fläche zwischen Hauptbahnhof und Stadthalle. Evangelist ist Gregor Helms aus Bremen. Brüdergemeinde und Baptistengemeinde tragen die Arbeit gemeinsam.


Sommer 1992 Zeltevangelisation in Güstrow. Evangelist ist Michael Borkowski mit einem Jugendmissionsteam.


Pfingstmontag 1992 Gemeindeausflug nach Dänemark. Die Gemeinde Nyrup empfängt uns mit viel Liebe.


1993 "Pro Christ" in Rostock und Güstrow. Zeltevangelisation in Güstrow mir Manfred Walz.


Feb. 1994 Die Gemeinde beschließt, einen zweiten Pastor zu berufen, um die Arbeit auf den Stationen besser und intensiver tun zu können. In Güstrow wird ein Haus gekauft. Gemeinderäume und eine Pastorenwohnung sollen entstehen.


1996 Pastor Wolfgang Günther wechselt in die Zweiggemeinden Güstrow/Bützow. Die Gemeinde Güstrow bezieht eigene Räumlichkeiten in der Neue Wallstraße 10. Für Rostock/Bad Doberan wird Volkmar Glöckner als Pastor berufen. Feierlichkeiten zum 75 Gemeindejubiläum.


1999 Die Gemeindeleitungen Rostock/Bad Doberan/Bützow/Güstrow treffen sich zur Klausur im neuem Bildungszentrum in Elstal. Rundfunkgottesdienst & Bibelabende mit Pastor Christoph Stenschke über "Nehemia"sind weitere Höhepunkte.


Juni 2003 Gästewoche »Ich glaub es...« in der Rostocker Nikolaikirche mit Theo Lehmnann & Jörg Swoboda


2005 Umfangreiches Jahresprogramm mit Buchlesung »Nicht wie bei Räubers«, Jugendgottesdiensten, Gemeindekonzert, Gospel-Konzert.


2007 Mehrfach im Jahr werden Abendgottesdienste veranstaltet.


29. Nov. 2009 Pastor Volkmar Glöckner wird nach Lübeck verabschiedet.


Okt. 2010 Manuel Lüdin wird neuer Pastor für die Gesamtgemeinde. Ein zweiter wird gesucht. In Rostock startet mit dem Kids-Treff ein neuer missionarischer Arbeitsbereich. Es findet ein Gospel-Workshop mit Christopher Lass und ca. 120 Sängern statt.

 

2013 Bützow wird selbstständige Ortsgemeinde innerhalb unseres Bundes.

 

2013 David Burau wird als zweiter Pastor für den Gemeindeverbund Rostock, Bad Doberan & Güstrow berufen